NEU AUF DEM KULTURWEG

 

«DIFFUSION»

 

Christoph Brünggel
Neon-Installation, 2017

 

Christoph Brünggel (*1980, Brugg AG) zählt zu einer jungen Generation von Konzeptkünstlern, die sich mit der kulturellen Konstruktion von Gesellschaftlichkeit befassen. Ausgebildet als Musiker und gleichzeitig als Künstler operiert er ganz dezidiert an Schnitt- und Bruchstellen von Hoch- und Populärkultur.  Christoph Brünggel selbst bezeichnet diese Vorgehensweise als "Archäologie der Instabilität", eine dezidierte Auseinandersetzung mit Spuren der Vergangenheit, um Anschlüsse an die Jetztzeit zu schaffen. Dafür sucht sich der Künstler sehr spezifisch aufgeladene Objekte und Orte – zB. Armierungseisen von der Brücke, die einst über den Marmorera-Stausee führte und abgebrochen wurde. Oder er observiert Einschusslöcher, die an Berliner Hausmauern vom Kampf um die deutsche Hauptstadt am Ende des 2. Weltkrieges berichten.

 

Zum 25jährigen Jubiläum der Stiftung Kulturweg hat Christoph Brünggel ein neues Projekt entwickelt. Sein Vorschlag basiert auf einem jüngeren Kapitel der Badener Stadtgeschichte, auf dem gross angelegten Bau einer Zivilschutzanlage im Schlossberg. Die Idee des monumentalen Bauwerks geht auf die Bedrohungslage des Kalten Krieges zurück. Die Fertigstellung des Bunkers wurde nach dem Fall der Berliner Mauer aber ad acta gelegt. Nur einige Relikte im Stadtbild erinnern noch an die Zivilschutz-Vision – unter anderem der Stollenausgang bei der Treppe, die den Theaterplatz mit der Kronengasse verbindet. Dort hat Brünggel eine aus Neonlicht und Metallröhren gefertigte Installation gebaut. Das Werk mit dem Titel "Diffusion" thematisiert auf poetische Art das Geheimnis des vergessenen Stollens und verweist so auf dieses kleine Kapitel der Badener Stadtgeschichte.

 

Mit dem Werk von Brünggel  wird ein neuer, urbaner Zugang zu den bestehenden Werken des Kulturwegs geschaffen, die bislang ausschliessslich entlang des eigentlichen Flussraums platziert wurden. Die Stiftung Kulturweg plant, in den nächsten Jahren weitere Werke zu beauftragen, um damit neue Zugänge fürs breite Publikum zu schaffen.


Skulpturengegurgel und Spaziergangträumereien

 

Die Stifung Kulturweg Baden-Wettingen-Neuenhof lancierte im Herbst 2013 einen Schreibwettbewerb für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II. Die Studierenden aller Aargauer Kantonsschulen waren aufgefordert – nach einem Spaziergang auf dem Kulturweg – einen eigenen Text zu einem Kulturweg-Werk zu verfassen.
Insgesamt sind fast 60 frische, eigenständige Texte zur Jurierung eingereicht worden. Das Spektrum reichte von subtilen lyrischen Annäherungen bis zur postapokalyptischen Endzeitstory. Die Jury vergab Preise im Gesamtwert von 850 Franken.

 

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